Der Helene-See

Helene-See und Katja-See entstanden aus ehemaligen Braunkohle-Tagebaubetrieben. Traditionell wurden die Gruben nach den Frauen der Grubenbesitzer benannt.

Der Abbau der Braunkohle im Tagebau "Katja" erfolgte in den Jahren 1930 -1948. Noch vor dem Beginn des II. Weltkrieges wurde mit der ersten Erschließung des Tagebaus "Helene" begonnen. Ab 1943 wurde auch in der Grube "Helene" die Braunkohleförderung aufgenommen. Gegen Kriegsende musste die Förderung dann wegen des Ausfalles der Pumpenanlagen vorübergehend eingestellt werden, da die Tagebauanlagen infolge des Wassereinbruches nicht mehr nutzbar waren.

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Im Mai 1945 wurde durch Sumpfungsarbeiten und durch Trockenlegung der Grube die Wiederaufnahme des Abbaubetriebes vorbereitet und danach die Kohleförderung in den Tagebauen "Katja" und "Helene" wieder aufgenommen.
Ende 1948 wurde die Grube "Katja" stillgelegt und mit dem Sandaushub aus der Mittelgrube des Tagebaues "Helene" aufgefüllt. Zu diesem Zwecke wurden der Durchstich zwischen beiden Gruben, Kongo genannt, angelegt.

1958 wurde auch die Grube "Helene" endgültig stillgelegt. Eine Auffüllung der Abbaugrube erfolgte nicht. Bei einem anfänglichen Grundwasserzustrom von ca. 45 m je Minute hatte sich der Wasserstand in einer relativ kurzen Zeit auf 39 m über NN eingepegelt.
Noch heute beträgt die tiefste Stelle in der Mittelmulde der "Helene" ca. 67 m. Der heutige Helene-See einschließlich des Durchstichs zum Katja-See nimmt eine Fläche von 250 ha ein. Sein Wasserinhalt beträgt ca. 90 Millionen m. Der Katja-See ist ca. 50 ha groß und seine Tiefe beträgt durchgängig etwa 8 m.

Seit dem 1. Oktober 1960 ist das Gelände des ehemaligen Tagebaues einschließlich der Hochhalde, welche sogar die nördlich gelegenen Rehberge überragt, zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden.

Von 1968 an wurde das Gebiet um den Helene-See schrittweise für die Naherholung ausgebaut und gehört heute zu den schönsten Freizeitzentren Brandenburgs. Taucher, Segler und Surfer wissen das seit jeher zu schätzen.

1997 wurde mit der Sanierung der abrutschgefhärdeten Uferbereiche um den Katja- und Helene-See begonnen. Diese Arbeiten dauern z. Zt. noch an, beeinträchtigen jedoch die Ausübung des Freizeit- und Sporttauchen im Helene-See nur geringfügig. 

Weitere Infos erhaltet Ihr direkt im Tauchcenter Helene-See.